Umgebung-Ráckeve

Umgebung

Ráckeve

 Die Stadt ist seit Jahrhunderten die Hauptstadt der Insel. Sie liegt am Donauzweig von Ráckeve, 47 km südlich von Budapest. Ráckeve ist mit der Vorortsbahn (HÉV) von Közvágóhíd zu erreichen. Die Fahrt dauert 70 Minuten. Mit dem Auto muss man von der MO bei Szigetszentmiklós oder Szigethalom abbiegen und auf der Insel nach Süden fahren. Diese Landstraße verbindet kettenweise die Siedlungen auf der Insel. Von Süden ist die Stadt aus der Richtung Baja zu erreichen, in Kiskunlacháza muss man nach Ráckeve abbiegen. Den alten und neuen Teil von Ráckeve verbindet die Árpád Brücke.

Adresse der Selbstverwaltung:
2300 Ráckeve, Szent István tér 4.
Tel.: (24) 523-333
web: rackeve.lap.hu   www.rackeve.hu

Die Siedlung hieß einst Szentábrahámtelke. 1212 wurde die Siedlund das erste Mal erwähnt, als die hiesigen Mönche mit den Mönchen von Veszprém darüber stritten, wem das Zehntel gehört. Nach dem Tatarenzug entvölkerte das Kloster, man sagt die kleine Insel in der Donau, die Angyali sziget  (Insel der Engen) hat einst den fliehenden Mönchen Zuflucht bereitet. 1439-40 bildeten die vor den Türken fliehenden Völker ihre zweite freie königliche Stadt, Namens Szentábrahámtelke. Im 15-16 Jh. haben die Serben eine bedeutende Rolle gespielt. Sie beschäftigten sich mit Handel und Transport.

Die Stadt Keve und die ganze Csepel-Insel waren bräutliche Landgüter der jeweiligen Königinnen, der Frau von Sigismund und Beatrix, der Frau von Mathias. Italienische Maurerkolonien haben mit dem Bau der serbischen Kirche im gotischen Stil begonnen.

Ráckeve lag-besonders nach der Eroberung von Buda am Rande des Eroberungsgebiets. Im 15. Jh., während des 15 jährigen Kriegs wurde die Stadt vernichtet und später neugebaut. Nach dem Sturz von Székesfehérvár flohen größere Völkergruppen hierher. 1563 gelang István Szegedi Kis aus der türkischen Gefangenschaft nach Ráckeve und schrieb seine Werke. Die Wirkung seines Lehrlings, Máté Skericza war während der Reformation im ganzen Land bedeutend.

1684-1688 wurde das Gebiet Kriegsschauplatz, ganze Dörfer drohte in der Gegend die Entvölkerung.

1698 kaufte der Herzog Jenő Szavoyai die Insel für 15 000 Ft von der Witwe von Donát Heisler,

20 000 Ft hat der Staat bezahlt. Zu dieser Zeit erschienen das erste Mal die deutsche Nationalität. Die katholischen Deutschen haben bedeutende Vergünstigungen bekommen.

1702 ließ der Herzog Szavoyai sein pompöses, barock Schloss nach dem Entwurf der wiener Johann Lucas von Hildebrand bauen. 1728 kam der Ingenieuroffizier Rosenfeld, der die Karte der Csepel-Insel und die Ansicht der damaligen Ráckeve zeichnete. In der zweiten Hälfte des 17. Jh.-s nahm Maria Theresia das Gebiet zurück und schenkte es zur Hochzeit ihrer Tochter, Christine.

Die Einwohner von Ráckeve haben ihre städtische Rechte weder unter Lipót II. noch unter dem sächsischen Herzog zurückbekommen.

1848 wurde Ráckeve aufgewühlt, Károly Ács, der Freund von Petőfi hat die Nationalgarde organisiert. Als Stuhlrichter forderte er die Bürger gegen die Österreicher auf, deshalb verurteilte ihn der Kaiser zum Tod. Er war einige Jahre in Gefangenschaft, später übersetzte er serbische, kroatische und rumänische Volksliteratur.

Nach dem Freiheitskamf wurde die Entwicklung der Stadt langsamer. Es gab keine Industrie, die Bahnlinie nach Budapest entstand auch erst 1892. 1872 entsagte Ráckeve von seinen städtischen Rechten. In der Stadt bildete sich 1871 die Volksbank, im letzten Drittel des Jh.-s gründete sich ein  bürgerlicher Leseverband, ein Casino, ein Volksverband, in der Bibliothek wurden Zeitschriften abonniert.

Zum Millennium wurde 1897 die Árpád Brücke fertig gestellt. Das alte Rathaus aus dem Mittelalter wurde abgerissen und 1901 wurde das neue Rathaus im Jugendstil aufgebaut. Anstatt der alten reformierten Kirche baute man eine neue Kirche im neogotischen Stil. 1937 wurde das Ludaics-Horváth Haus neben der Brücke abgerissen. Die Ankündigung der Räterepublik hat vor dem Rathaus eine große Menge angehört. Die Gegenrevolution von Dunapataj hat bis Ráckeve gewirkt.

Später wurden mehrere Mitglieder des Direktoriums hingerichtet.

Die Gemeinde hatte 1920 genau 6524 Einwohner.

Im 20. Jh. war Ráckeve mit den Verwaltungsbehörden der Regionder Hauptort des Bezirkes. Die bürgerliche und bauerliche Schicht der Gesellschaft hat sich voneinander nicht so sichtbar  getrennt, wie in den größeren Städten Ungarns. Die Einwohner haben ihr Grundsüch von der Krondomäne gemietet. Neuere Methoden haben sie im Garten- und Obstbau verwendet.

Dem ersten Weltkrieg fielen 133 zum Opfer.

1940 begann die Károly Ács Stiftung mit dem Bau der landwirtschaftlichen Schule für das Winterhalbjahr. Im zweiten Weltkrieg vernichteten sich auch geistliche Schätze. Ein Teil des Archivs wurde eingestampft.

1941 hatte Ráckeve 6701 Einwohner, 1944 wurden die Juden weggeschleppt und nur einige kehrten später zurück. Am 23.11. rückte die sowjetische Armee nach Ráckeve ein, 20 Tage vorher wurde die Brücke gesprengt und erst 1947 wiederhergestellt.

Nach dem Krieg wurde die Verwaltungbehörde und das Wirtschaftsleben allmählich neugebaut und begann die Bodenverteilung. Dia landwirtschaftliche Schule bildete sich um und aus Gödöllő zog das Ady Endre Gymnasium nach Ráckeve. Über die Wiederaufbau konnte man Vorträge hören, Pädagogen haben Schauspielbezirke organisiert. Die katholische und bürgerliche Grundschulen wurden vereingt. 1948 entstand die Bibliothek. Zu dieser Zeit wurde die erste LPG gegründet und die Wirtschaft funktionierte immer besser. Ráckeve blieb Hauptort des Bezirkes.

Das Museum Árpád kam 1963 zustande. Das geistige Zentrum der Großgemeinde war das Gymnasium.

In den siebziger Jahren entwickelte sich Ráckeve schneller. Die Struktur der kleinen Stadt, ihre Atmosphäre zog Künstler in die Stadt. In ihren Werken erscheinen alte Häuser, krumme Straßen und die serbische Kirche (László Kocsis, Béla Fegyó, Ede Bodnár). Die Werke von László Patai sind im kleinen Saal der Selbstverwaltung und in der katholischen Kirche zu sehen.
Nach der Entwicklung, die sich in der Großgemeinde begonnen hatte, wurde Ráckeve wieder eine Stadt.

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